Über 2000 Wölflinge aus 240 Meuten waren dabei, als vom 30. Juli bis zum 3. August in Westernohe das erste Bundeswölflingslager seit über 15 Jahren stattfand. Noch Monate danach ist dieses unglaubliche Gefühl nicht zu vergessen, wie es sich anhört, wenn über 3000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus allen Teilen Deutschlands zusammenkommen und im lauten Wolfsgheul den Star des Lagers „Wölfi“ begrüßen. Aber nicht nur vom Wolfsgheul erzitterte der ganze Westerwald, sondern auch von den vielen tollen Aktionen und Erlebnissen.
Nach einem besinnlichen Auftakt mit einer heißen Feuershow, begrüßte Wölfi am Heimathafen alle Kinder. So wurde feierlich das Licht des Leuchtturmes entzündet und am nächsten Tag traten vier Admiräle ins Geschehen. Gustav Germania, der sich für alles interessiert, was in Deutschland so passiert, Ludwig Löwenzahn, dessen Herz für Tier und Natur steht, Franz von Fernweh, der sich für ferne Länder interessiert, aber auch Gracia die Gerechte, die sich für Kinderrechte einsetzt, zogen euch Wölflinge in ihren Bann. Doch plötzlich kamen die Piraten und behaupteten, dass sie besseren Entdecker, als Wölflinge seien! Das kann doch nicht sein, oder?
Drei Tage lang wurden in über 100 verschiedenen Entdeckergruppen spannende Dinge gesehen und erlebt. Am Ende überlegte sich die ganze Gruppe, wo genau man bei uns noch etwas verändern musste und nahm die Sache gleich selber in die Hand. So wurde am Schluss gemeinsam ganz viel bewegt und die Welt verändert. Ganz so, wie es unser Pfadfindergründer Lord Robert Baden-Powell schon wollte, als er sagte: „Verlasst die Welt ein wenig besser, als ihr sie vorgefunden habt!”. Alle Wölflinge waren fleißig dabei, etwas nach dem Lagermotto „Wölflinge am Ruder!“ zu bewegen. Es wurden Komposthaufen errichtet oder auch hinterfragt, welche Rechte Kinder haben. Aber auch Theaterstücke wurden einstudiert und geübt, wie man ohne Gewalt leben kann. Mehrere Hundert Euro für Kinder in armen Ländern wurden gesammelt, fremde Sprachen und Kulturen erforscht und noch unzählige Dinge mehr.